"Unsere Bienengärten, kleine Paradiese im schönen Schmidatal" 

 

Aus einer echten Notsituation heraus konnten wir ein wahres Bienen-Paradies schaffen, dazu folgendes: Sowohl unser Heimstand, als auch der damalige Außenstand quollen förmlich über vor all den vielen Bienenvölkern, weswegen unter allen Umständen ein neuer Außenstand her musste, koste es was es wolle.

 

Ein glücklicher Zufall wollte es, dass eine Stammkundin unseres Hauses das für uns in Betracht kommende, schon viele Jahre lang brach liegende Feld nicht mehr benötigte. Wie stets nach einem Ab-Hof-Verkauf war Tratsch und Klatsch angesagt, womit wir ihr unsere Sorgen und Wünsche mitteilen konnten. Sehr gerne, sie sei ja eine große Bienenfreundin -wie sie sagte-, würde sie uns das infrage kommende Feld abgeben. Per Handschlag versprochen, per Notar besiegelt und schon konnten wir uns  an die Planung und Verwirklichung eines neuen Bienenparadieses machen.

 

Gesagt, getan, zwar gab es Wildwuchs ohne Ende, auch Traktorspuren verliefen kreuz und quer durch diese Liegenschaft, zu allem Überfluss tobte sich dort auch noch das Bundesheer bei einem Herbstmanöver mit ihren Kettenfahrzeugen gewaltig aus. Angesichts der furchtbaren Zustände schwand unsere anfängliche Begeisterung, aber was soll´s, schließlich kann´s ja doch nur besser und schöner werden. Beeindruckend war jedoch der traumhaft schöne Ausblick über nahezu das gesamte Schmidatal hinweg, sowie die sonnige und trockene Lage, könnte also nach getaner Arbeit ein durchaus idealer Standort für Bienen werden.    

 

Unser Motto lautet stets, nur das Beste für unsere Bienen, also wurde im wahrsten Sinne des Wortes in die Hände gespuckt, Hacke, Schaufel und Krampen kamen zum Einsatz, musste doch das Unterholz und die zumindest Knöcheltiefen Panzerspuren beseitigt, bzw. mit Erde aufgefüllt werden. Als dies im tatsächlichen Angesicht des Schweißes geschafft war musste auch noch eine Schneise in den Wald, sowie eine Lichtung für den Bienenstandort gerodet werden. Schließlich sollen die Bienen ja inmitten des Waldes und nicht in der prallen Sonne stehen.

 

Bienen sind teuer und dementsprechend begehrt, also mussten diese vor ungebetenen Gästen geschützt werden. Um einen Zaun zu errichten müssten nahezu 100 Akaziensteher mit einem Erdbohrer per Muskelkraft in bis zu 70cm tiefe Löcher versenkt werden. Als auch dies geschafft war wurden 300 Laufmeter Wildschutzzaun aufgezogen, denn nicht nur Wildschweine, sondern auch Bauern mit ihren Traktoren sollten unseren stets gepflegten Bienengarten nun nicht mehr in Mitleidenschaft ziehen können.

 

Als auch die Einzäunung inkl. Zufahrtstor fertiggestellt waren ging es auch schon ans begrünen dieses Zaunes, alle zwei Meter wurde nun Robinien gepflanzt, dazwischen jede Menge Weiden, Brombeeren, Himbeeren, Schlehen, Hagebutte, usw. Zur optischen Verschönerung wurden links und rechts des Zufahrtstores rote und gelbe Kletterrosen gepflanzt, Besuchern soll schließlich ja auch das Auge erfreuen.

 

Mittlerweile wurden in diesem 10.000 qm großen Grundstück bereits 150 verschiedene Hochstammobstbäume gepflanzt, laufend werden weitere gesetzt, ein Feuchtbiotop errichtet, sowie Nisthilfen für Wildbienen aufgestellt. Dort anfallendes Obst und Beeren werden eingemaischt und mit unserer hauseigenen 150 Liter Kupfer-Edelstahl-Destille zu hochwertigem Edelbrand verarbeitet. Auch Kräuter wie Spitzwegerich, Löwenzahn, Arnika usw. werden gesammelt und ebenfalls verarbeitet, einzig die Blumen als gewissermaßen "Bienentankstelle" gehören ausschließlich unseren Bienen.

 

Man sieht also, mit Energie und Schaffenskraft kann tatsächlich aus einer wilden G´stättn ein kleines Paradies für Tier und Mensch errichtet werden.

 

 

Pflanzen in unseren Bienen- Obst- und Hausgärten

 

Neben den von uns gepflanzten ausnahmslos Hochstamm-Obstbäumen und Unmengen von Sträuchern gibt es natürlich auch jede Menge wild wachsender Pflanzen, so gibt es riesige Eichen, Robinien, Euodia-Honigbäume  und Wildkirsche. Auch Hecken wie Holunder, Heckenrose, Haselnüsse, wilder Wein, Schlehen und Hopfen, Hartriegel, Sand- und Sauerdorn, Liguster usw. usf.

 

Aber nicht nur Bäume und Sträucher findet man bei uns, sondern auch wunderschöne Blumenfelder aus Löwenzahn, Spitzwegerich, Taubnessel, roter und weißer Klee, Wegwarte, sowohl die kleine, als auch die große und die bis zu mehr als 2 Meter hoch werdende Königkerze, Goldrute, Fetthennen, Ringelblumen,  usw. usf.

 

Im angrenzenden und ebenfalls uns gehörendem Wald findet man Stein- und Herrenpilze, Parasol, Eierschwammerl. Auch Tiere wie Hasen, Rehe, Fuchs, Wiesel und Marder, aber auch Wildschweine  durchwühlen den Waldboden nach für sie Essbarem, im Wald selber stört dies jedoch nicht, im Bienen- und Obstgarten würden wir dies verständlicherweise jedoch eher nicht dulden. 

 

 Hier eine kleine Auswahl dieser Pflanzen, zum vergrößern bitte anklicken

 

Unsere Obstbäume

 

Apfel: Elstar, Golden Delizious, Klarapfel, Kronprinz Rudolf, Jonagold, Hausapfel (rote Schale, gelbes Fruchtfleisch).

Birne: Alexander Lukas, Conference, Forellenbirne, Williams Christ

Kriecherl-Mirabellen: gelbe Kriecherl, -auch Waldviertler Kriecherl genannt-, rote Kriecherl, auch Haferpflaume genannt.

Mandel: Lauranne

Marillen: Goldrich, Jumbo, Klosterneuburger, Kremser, Orangered (Riesenmarille) Ungarische Beste, Wachauer, Znaimer Ananasmarille, 

Quitten: Birnenquitte, Russische Quitte

Ringlotten-Reneclaud´s: Graf Althans, eine edle und sehr alte rote Sorte, d´Quillins, auch gelbe Eierpflaume genannt, große grüne Reneclaude, ist steinlösend und besonders saftig

Speierling-Sperberbaum: einer der seltensten Obstbäume überhaupt

Walnussbäume: Aufhauser Baden (Kern rosa -rarität), Esterhazy,  Geisenheim, rote Donaunuss (roter Fruchtkern -sehr selten), Weinsberg,

Weingartenpfirsich

Wildkirsch

Zwetschken: Hauszwetschke (alte spitze Form), Wangenheim´s Frühzwetschke


 Hier eine kleine Auswahl dieser Pflanzen, zum vergrößern bitte anklicken

  Leichter Wanderanhänger

  

Hier darf ich unseren ganz besonders praktischen und nahezu ständig im Einsatz stehenden leichten Wanderanhänger vorstellen. Bis zu 2 x 14 Jungvölker mit jeweils vier Waben können damit völlig problemlos von Wander- bzw. Außenständen zu unserem Bienengarten transportiert werden.

Die Ablegerbeuten stehen auf Staffeln auf welche Rollen zum bewegen der ganzen Einheit montiert sind, diese gleiten völlig mühelos in die gewünschte Richtung. Dieser Wanderanhänger ist natürlich eine Erfindung aus unserer Ideenwerkstatt und hat sich bestens bewehrt.

Im Hintergrund des Fotos sieht man eine komplette Tracht- bzw. Wandereinheit von drei Staffeln zu jeweils neun Völker, sollte es hier zu einer Überzahl von Brutwaben kommen, so werden diesen Völkern kurzerhand das zu viel an Waben entnommen um damit Jungvölker zu erstellen, wir sagen "unsere Rennpferde der neuen Saison".